Sybiha: Wir dürfen Moskau nicht erlauben, die Vergangenheit zu manipulieren
Kyjiw, 23. August (Hibya) – Der ukrainische Außenminister Andrii Sybiha betonte in einer Erklärung zum Jahrestag des Molotow-Ribbentrop-Pakts, dass Moskau nicht erlaubt werden dürfe, die Geschichte zu manipulieren.
Der ukrainische Außenminister Andrii Sybiha äußerte sich zum 87. Jahrestag des am 23. August 1939 zwischen Nazi-Deutschland und der UdSSR unterzeichneten Nichtangriffspakts, der als Molotow-Ribbentrop-Pakt bekannt ist.
Sybiha erinnerte an den historischen Hintergrund des Pakts und sagte: „Zwei totalitäre Monster, das Dritte Reich und die Sowjetunion, reichten sich die Hand und vereinbarten in geheimen Protokollen die Aufteilung Europas. Kurz darauf teilten sie Polen unter sich auf und lösten den Zweiten Weltkrieg aus. Sowjetische und nationalsozialistische Truppen veranstalteten in Brest sogar eine gemeinsame Parade, um ihren ‚Erfolg‘ zu feiern.“
Mit Blick auf die verheerenden Folgen des Abkommens erklärte Sybiha: „Die Folgen des Molotow-Ribbentrop-Pakts für unsere Region, Europa und die Welt waren katastrophal: Auf Jahre eines verheerenden Krieges folgten für viele Nationen Jahrzehnte der Teilung, Verfolgung und Unterwerfung.“
Sybiha kritisierte den Umgang der russischen Führung mit der Geschichte und sagte: „Es ist beschämend, dass Putins Regime seit Jahrzehnten alle Anstrengungen unternimmt, um den Molotow-Ribbentrop-Pakt zu rechtfertigen, unbequeme Wahrheiten zu verbergen und die Geschichte so umzuschreiben, dass sie zu Russlands ideologischen Mythen passt.“
Sybiha schloss seine Erklärung mit den Worten: „Gemeinsam müssen wir die historische Gerechtigkeit verteidigen und dürfen Moskau nicht erlauben, die Vergangenheit zu manipulieren. Die Lehre von 1939 für 2026 ist klar: Beschwichtigung führt, anstatt den Frieden zu bewahren, zu einem noch größeren Krieg.“
Deutsche Nachrichtenagentur Austrian News Agency