Selenskyj: Einige russische Exportkategorien um 80 Prozent zurückgegangen
Kiew, 28. August (Hibya) - Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, dass einige russische Exportkategorien im August um 80 Prozent zurückgegangen seien, die Schwarzmeerflotte in Noworossijsk weitgehend blockiert sei und der Betrieb in einigen Ölraffinerien zum Stillstand gekommen sei.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj teilte Informationen aus einem Bericht des Leiters des ukrainischen Militärnachrichtendienstes, Oleh Iwaschtschenko, mit. Selenskyj sagte, russischen internen Dokumenten zufolge seien einige Exportkategorien des Aggressorstaates allein im August um 80 Prozent zurückgegangen.
Selenskyj erklärte, dies habe zu erheblichen Verlusten für den russischen Bundeshaushalt sowie für regionale Haushalte geführt, die bereits zuvor am Rande des Bankrotts gestanden hätten. Die russische Seite habe eingeräumt, dass Schiffe der Schwarzmeerflotte aufgrund ukrainischer Drohnenangriffe in Noworossijsk weitgehend blockiert seien und nicht auf See operieren könnten.
Selenskyj sagte, da Russland nicht in der Lage sei, Handelsschiffe und die Schattenflotte, die die betreffenden Häfen anlaufe, zu eskortieren, werde unter anderem erwogen, zivile Schiffe mit leichten Waffen, Systemen zur elektronischen Kriegsführung und militärischem Personal auszustatten. Gegen die Militarisierung des Seeverkehrs durch Russland würden geeignete Gegenmaßnahmen vorbereitet.
Der ukrainische Präsident erklärte, der Militärnachrichtendienst habe die hohe Wirksamkeit von Tiefenschlägen gegen russische Militärproduktionsanlagen und die Ölindustrie bestätigt. Selenskyj sagte, russischen Angaben zufolge habe Russland nach Langstreckenangriffen auf das Kamenski-Werk in der Region Rostow einen erheblichen Teil seiner Produktionskapazität für Feststoffraketenmotoren verloren.
Selenskyj erklärte, man habe auch aktuelle Daten über die russische Produktion ballistischer Raketen und die Pläne zur Ausweitung dieser Produktion erhalten und werde entsprechende Gegenmaßnahmen ergreifen. Er betonte, dass die Lieferung von Komponenten, Ausrüstung und Werkzeugmaschinen für die Raketenproduktion nach Russland vollständig unterbunden werden müsse. Ohne ausländische Komponenten könne Russland keinen Teil seines Raketenprogramms verwirklichen.
Der ukrainische Militärnachrichtendienst verfüge zudem über Beweise dafür, dass der Betrieb in einer der größten russischen Ölraffinerien in Kstowo in der Region Nischni Nowgorod, die jährlich 17 Millionen Tonnen Öl verarbeitet, eingestellt worden sei. Selenskyj sagte, auch in weiteren Ölraffinerien sei der Betrieb zum Erliegen gekommen, und dankte den ukrainischen Soldaten für ihre präzisen Operationen.
Deutsche Nachrichtenagentur Austrian News Agency